Gas Vergleich 2019


Muss ich eine Gaspreiserhöhung hinnehmen?

Wenn der Gasanbieter eine Gaspreiserhöhung ankündigt, bedeutet das für den Verbraucher nicht, dass er sich damit abfinden muss. Sofern nicht eine vertragliche Laufzeitbindung besteht, bietet es sich an, in einem Gaspreis Vergleich nach einem günstigeren Anbieter zu suchen, denn nicht alle Gasversorger schließen sich den angekündigten Preiserhöhungen an. Ein Wechsel zu einem günstigeren Gasanbieter ist in diesem Fall unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfristen problemlos möglich. Ist der Verbraucher aber an eine fest vereinbarte Laufzeit des Gasbelieferungsvertrages gebunden, so sollte er beachten, ob in seinen Vertragsbedingungen nicht ein Sonderkündigungsrecht für den Fall von Preiserhöhungen enthalten ist.

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Deutet es sich an, dass eine globale Gaspreiserhöhung von allen Gasanbietern an ihre Verbraucher weitergegeben wird, oder möchte ein Verbraucher seinen Gasbelieferer nicht wechseln, so besteht dennoch die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Preiserhöhung einzulegen. Paragraph 315 des Bürgerlichen Gesetzbuches sieht vor, dass Preiserhöhungen nur in einem angemessenen Umfang zulässig sind. Erscheint die angekündigte Erhöhung unangemessen, so sollte ihr auf jeden Fall widersprochen werden. Im Einzelfall bieten die örtlichen Verbraucherberatungsstellen ihre Unterstützung an und können Anhaltspunkte darüber liefern, wann eine Erhöhung der Gaspreise unverhältnismäßig hoch ist. Auch der Bund der Energieverbraucher bietet in einem solchen Fall Informationen und Hilfe an.

Inzwischen gibt es auch ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs, demzufolge Gasanbieter ihre Preise nicht grundlos und unangemessen erhöhen dürfen. Verbraucherberatungsstellen empfehlen daher, gegen jede Preiserhöhung durch den Gasanbieter vorsorglich Widerspruch einzulegen und den erhöhten Gaspreis nur unter Vorbehalt zu bezahlen. Notfalls muss in einem Einzelfall oder in Form von Sammelklagen gerichtlich geklärt werden, ob eine Gaspreiserhöhung zulässig und angemessen ist.

Die Beanstandung der Gaspreiserhöhung muss spätestens dann erfolgen, wenn die Jahresabrechnung vorliegt. Auch die Zurückhaltung von erhöhten Gaskosten ist ein mögliches Mittel, um Druck auf den Gasversorger auszuüben. Nach der Grundversorgungsverordnung Strom und Gas, wie sie zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen seit einigen Jahren gültig ist, darf der Gasversorger die Belieferung aufgrund von ausstehenden Teilzahlungen nicht einstellen, wenn ein Rechtsstreit anhängig ist.

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