Gas Vergleich 2020


Gaspreisentwicklung: Werden die Gaspreise steigen?

Wirtschaftliche Entwicklungen sind für Laien oft kaum nachvollziehbar. Dazu gehören Leitzins-Entscheidungen ebenso wie die Ergebnisse politischer Debatten, die direkt oder indirekt Einfluss auf das Leben der Bürger haben. Ähnlich verhält es sich auch im Bereich der Strom- und Gaspreise. Gerade die Tendenzen auf dem internationalen Gasmarkt sind für Endverbraucher undurchschaubar. So entfällt seit Herbst 2010 schrittweise die vormals klar regulierte Ölpreisbindung, die maßgeblich für die Gaspreise verantwortlich war. Eigentlich läge die Vermutung nahe, dass die Kosten für Gas aufgrund des stärkeren Wettbewerbs sinken müssten.
Wie so häufig sieht die Realität aber anders aus. Insider beantworten die Frage „Werden die Gaspreise steigen?“ mit einem recht eindeutigen Ja. Als Erklärung nennen sie verschiedene Gründe. Und auch die Stromversorger beziehen Stellung, weshalb die Haushalte in Deutschland auch weiterhin stärker belastet werden.

Stromversorger kaufen günstiger Strom, ohne Preise zu senken

In den Augen der Kritiker wäre die Rabatt-Weitergabe durch Stromanbieter an ihre Kunden längst überfällig. Dies jedoch sei, so die Anbieter nicht möglich, weil die Preisnachlässe als Verlustausgleich genutzt werden müssten. Als zweites Argument für den Anstieg der Gaspreise nennen die Stromkonzerne die höheren Entgelte für die Nutzung der Stromnetze. Hier seien die Kosten schon Anfang 2013 erneut gestiegen, ohne dass diese beim Verbraucher angekommen seien. Gegner der Preispolitik kritisieren gerade die Aussage der Konzerne, die Kosten für die Strombeschaffung seien zuletzt weiter gestiegen, weshalb ein Anstieg der Gaspreise unvermeidbar sei. Tatsächlich, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, seien die Strompreise an der Börse gesunken. Und auch die Netzentgelte könnten nur für einen Teil der angekündigten Preiserhöhungen verantwortlich gemacht werden.

Kunden selbst sind gefragt, um sich zu entlasten

Verbraucherschützer sprechen bereits klare Empfehlungen für einen Gasanbieterwechsel im Jahr 2014 aus. Denn seit Mitte 2013 mehren sich Meldungen über Tarifanhebungen. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben gezeigt: Haben die großen Stromversorger erst einmal vorgelegt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die kleineren, oft regionalen Anbieter nachziehen. Von einem Rückgang der durchschnittlichen Stromkosten ist jedenfalls ohne die aktive Mitarbeit der Kunden nicht auszugehen. Wer sich unzufrieden auf dem bisherigen Tarif ausruht, muss sich damit abfinden, wenn die Gaspreise steigen. Fast 200 Tarife wurden von Anfang 2013 bis zum Herbst teurer für die Kunden.

Tarifmodelle müssen im Komplett-Paket passen

Günstige Angebote gibt es dennoch für jeden Kundentypen, wie ein Vergleich zeigt. Günstige Konditionen versprechen zwar lange Laufzeiten und Vorauszahlungen. Von beidem aber raten Experten ab. Kurze Laufzeiten hingegen erlauben rasche Anbieter-Wechsel, falls die Preise sinken. Zahlungen per Vorkasse bergen ein Verlustrisiko, falls der jeweilige Anbieter vom Markt verschwinden sollte. Sie haben sich für ein Angebot entschieden? Lassen Sie den Wechsel bequem vom neuen Gasanbieter erledigen. Das senkt das Risiko von Umstellungsproblemen, wie sie bei eigenständigen Kündigungen durch Kunden auftreten können.

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